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Dienstag, 31. Juli 2012

Woche VI

Eine weitere Woche voller Schmerzen, Leid und Pein sollte uns die Lebenskraft rauben, aber keine Angst wir haben es durchgestanden.

Montag – Tag 36

Der Start in die Woche verlief erneut extrem callreich und da es aber, selbst für einen Montag, wirklich sehr viele Calls gab, durften wir noch einen weiteren Tag dem Team aushelfen. Ich schrieb zwischenzeitlich Blog und Igor hatte Spaß mit Kunden aus aller Welt. Nach getaner Arbeit hieß es notgedrungen Strand. :) Da wir alle irgendwie noch immer mehr Ähnlichkeit mit einem Mozzarella hatten als mit einem Spanier, lag unser Augenmerk diese Woche vor allem auf der Hautfarbe.

ahhh lecker

Dienstag – Tag 37

Nun hieß es für uns ab in ein neues Team und gleichzeitig das bereits vierte Stockwerk in dem wir uns beliebt machen durften. Dort konnten wir für verschiedene Kunden einige Quality-Aufgaben übernehmen. Zwei bekannte Accounts waren z.B. ein großer Chemiekonzern und Ideengeber für Shakiras WM-Song und ein Pharmaunternehmen für den Veterinärbedarf (der mit den lustigen Tapsen). Unsere erste Aufgabe bestand daraus, aus einer Liste von einigend Hundert Dokumenten ein How-Do-I zusammenzustellen. Nachdem uns ein kleiner Schock beim ersten Blick auf diese vielleicht 600-700 Dokumente erfasste, konnten wir nach 8h Arbeit immerhin schon alle veralteten und nicht mehr notwendigen Dateien filtern. Damit war die Arbeit allerdings noch nicht erledigt; den restlichen Tag verbrachten wir schwitzend am Strand und lieferten dort eine mindestens genauso professionelle Performance ab, wie auf Arbeit.

Mittwoch – Tag 38

Nun hieß es also alle noch verwendbaren Anleitungen (etwa 150) zu kategorisieren, ordnen, auf den jeweiligen Sachverhalt anpassen und schließlich in geeigneter Form einzubinden, sodass am Ende dieses Tages ein ganz brauchbares Dokument bereitstand, womit jeder Level 1 Analyst gängige Probleme für die jeweiligen Kunden lösen können sollte. Nach einigen Lobeshymnen auf uns selbst ging es dann Richtung Plaça de Catalunya, wo Igor und seine bessere Hälfte die restlichen noch nicht geplünderten Läden ausspähten und ich mich durch die Regale der Schwimmbrillen tauchte. Zwei Kilos schwerer entspannten wir den Abend locker auf der Couch und genossen den verdienten Feierabend.

like-a-boss schlabber

Dönerstag – Tag 39

Neuer Tag neue Aufgabe; nachdem unsere Zusammenfassung der Anleitungen ganz gut angekommen war, durften wir direkt mit einem ähnlichen Dokument weitermachen. Dieses war speziell für Outlookprobleme eines gewissen Kunden, allerdings für die 2003er Version. Daraus ergab sich diese Datei auch für Outlook 2007 und 2010 anzupassen. Einige dutzende Screenshots und Anleitungen später war auch diese Aufgabe vollbracht und unsere Egos führten sich auf wie ein Hund der auf sein Leckerli wartet. Nach dem vielen Schwanz-Gewedel sorgten wir für Futternachschub und ein bisschen Sauberkeit im Zwinger. Igor machte sich schließlich auf zum geplanten Training und seine Freundin verbrachte die Zeit inzwischen mit nervösem umherlaufen und verrückt werden, währenddessen ich dieser Rose beim welken zuschaute. Erst als Igor dann zurückkam, erwachte die Blüte erneut zum Leben und das geballte Glück durchströmte die Wohnung.

Freitag – Tag 40

Die ersten drei Tage im neuen Team befassten wir uns also mehr oder weniger mit Aufgaben, die den Analysten das Arbeiten erleichtern sollte. Nun ging es zum ersten Mal daran Kosten aufzuschlüsseln. Generell zahlt der Kunde für Calls die bei uns eingehen, die Frage ist allerdings, auf welche Kostenstelle die jeweiligen ausgehenden Anrufe gehen. Bisher wurden diese größtenteils als Gemeinkosten verwaltet, was nicht nur aus Reporting-Gründen nicht ideal ist. Daher machten wir es uns zur Aufgabe die Rufnummern der jeweiligen Analysten den zugehörigen Accounts zuzuweisen. Dazu bearbeiteten wir zuerst eine schon vorliegende Liste und überprüften die Datensätze mit ausgehenden Anrufen zu gewissen Kunden. Dabei fehlten allerdings einige Kollegen, sodass wir die Teamleader um aktuelle Listen gebeten haben. Da am Freitag um 14 Uhr sicher niemand mehr eine Aufstellung aller Mitarbeiter im Team anfertigen würde, hieß es für uns etwas früher Feierabend und damit, wer hätte es gedacht, ab an den Strand. Nachdem Igor noch einige wässrige Flugkünste über sich ergehen lassen musste, ließen wir den Abend entspannt bei einigen Gläsern Moji… ehh Cola ausklingen. Die beiden Täubchen flatterten dann nach Hause und ich erfüllte das Nachtleben Barcelonas erneut in der Mojito-Bar (ein Club).

sex-on-the-beach

Samstag – Tag 41

Das eigentliche Wochenende begann dann für die Frühaufsteher unter uns mit einer Shoppingtour, einer Pizzeria und einigen engen und außergewöhnlich anregenden Läden. Für die Nachteulen hingegen mit ein wenig Olympia, Formel 1 und Nahrungssuche kurz vor Ladenschluss. Nach einer Stunde ausruhen machten sich Igor und Freundin direkt auf zu einem nächtlichen Sparziergang um sich die engen Gassen Barcelonas bei Nacht etwas genauer anzuschauen. Ich überwand langsam meinen Hangover und entschied mich daher für einen anspruchsvollen Film. (Batman Begins :P )


gasse2 gasse1 brunnen

Sonntag – Tag 42

Am Sonntag bin ich aus unerklärlichen Gründen um 9 Uhr aufgestanden. Selbst die beiden „früh-ins-Bett-Geher-damit-wir-mehr-vom-Tag-haben“-Menschen waren noch nicht erwacht. Ein Blick aus dem Fenster genügte um die gesamte Tagesplanung zu koordinieren. Pünktlich wie bei Mutti stand um 12 Uhr Mittag auf dem Tisch; Pellkartoffeln, Mischgemüse und kleine Bouletten waren schnell verspeist, sodass der Weg zum Strand freigefuttert war. Nach 4h Qualen bestehend aus hübschen freizügigen Frauen, strahlendem Sonnenschein, kristallklarem Wasser und einer Hautfarbe die sich von elfenbeinweiß zu englischrot änderte, machte ich mich auf den Rückweg. Der Farbunterschied zwischen Oberschenkel und Unterarm ist vergleichbar mit Asiate und Indianer. Was der restliche Part meiner Wohngemeinschaft in dieser Zeit vollbrachte, ist mir leider nicht bewusst. Jegliche Auskunft der beteiligten Personen wurde mir verweigert. Ich vermute ja es ging um mein Geburtstagsgeschenk. :) Gemeinsam ließen wir den Abend bei ein paar Karten, The Dark Knight und Pizza ausklingen.

igor-beim-verlieren

Das war es auch von Woche VI, ich hoffe Ihr fandet es interessant und seid auch nächste Woche dabei, wenn es wieder heißt Igor & Marcel @ Barcelona! :)

hohoho

¡hasta luego!
Euer Dreamteam

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