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Montag, 16. Juli 2012

Woche IV

Hallo zusammen,
vierte Woche und damit Halbzeit für unseren Spanienaufenthalt. Diese Woche stand im Zeichen der Arbeit und kurioser Menschen. Lest weiter und ihr erfahrt mehr. :P

Montag – Tag 22
Wochenstart... fürchterlich!
Nachdem wir nun unsere eigenen Plätze hatten und eigentlich beide selber Calls annehmen sollten, war das Thema schnell erledigt. Mein Telefon war nicht in der Lage mit meinem Rechner zu kommunizieren. Selbst nach einigen Anrufen im IS Service Desk ließ sich das Problem nicht beseitigen. Das hieß für uns, stündlicher Platzwechsel. Mal nahm Igor Calls, mal ich. Der jeweils andere durfte dann nach den Lösungen suchen bzw. Veras Aufenthalt für den Dienstag nächste Woche planen oder andere organisatorische Dinge klären. Gefühlte 100 Calls später ging es dann in den Feierabend; ein bisschen Einkaufen, ein bisschen Entspannen und dann war der Tag auch schon Geschichte.

yami

Dienstag – Tag 23
Der zweite Tag der Woche war an sich genauso wie der Montag. Viele Calls nur ein funktionierender Arbeitsplatz und jede Menge Franzosen um uns herum. Wir sind uns immernoch nicht sicher, ob die einfach engagiert arbeiten oder sich einfach nicht mit uns unterhalten wollen. Nachdem dann noch 2 Majorincidents aufgetreten sind, ging die französische Phonequeue einfach mal auf 50 Anrufer hoch, was den Teamleadern und den anderen Verantwortlichen für die SLAs die Tränen in die Augen stiegen ließ. Wieder einmal war ich froh, dass mein Französisch mehr schlecht als recht ist. Dafür kam am Dienstag endlich mein DP2HDMI Kabel an, sodass ich nun auch von „zu Hause“ ergonomisch arbeiten konnte. ;) Igor ging dann wie üblich sporteln und ich genoß das 32‘‘ Display ohne spanisches geplapper.

oldsql

Mittwoch – Tag 24
Mitte der Woche gab ich langsam die Hoffnung auf, das sich jemand meinem Telefonproblem annehmen würde. Kam mir auch nicht unbedingt ungelegen, denn ein halber Tag Calls und der Versuch alle Meetings für Vera und uns in die Kalender der Leute zu quetschen, erwies sich schon als Zeitaufwendig genug (von den Raumbuchungen red ich gar nicht erst). Nachdem mir dann noch unser Teamleader die erste Standpauke hielt, warum ich eigentlich drei Coladosen auf dem Tisch stehen habe, war der Tag für mich eigentlich schon gelaufen. Allerdings war Bombenwetter und das hieß Strand. Nach kurzem Dampf ablassen (200km Schwimmen), konnte ich dann auch langsam wieder lächeln und fremden Mädels Herzchen auf den Rücken projizieren.

pfui herzilein-du-musst-net-traurig-sein

Donnerstag – Tag 25
Verblüffender Weise gab es auch an diesem Tag einige Calls im Service Desk. Igor ging in seiner Rolle richtig gut auf, nur Inder und Briten mit starken Akzent sollten uns überhaupt noch schocken. Vorallem das Buchstabieren der Userkürzel macht eine Menge Spaß, selbst wenn ein Inder M für Mumbai sagen wollte, konnte man einfach nicht unterscheiden, ob es jetzt Mumbai oder Bombay sein sollte; aber immernoch besser als Raja Karthikeyan Ramaswamy verstehen zu müssen (das ist nur der Vorname). Nachdem unser Plan für Vera dann erneut komplett durchgewürfelt wurde, entschieden wir uns die Leute am Freitag kurz vor dem Wochenende auf die Dinge anzusprechen, wer würde da schon nein sagen. Eine Colaanspielung des Teamleaders später, ging es in den Feierabend. Igor widmete sich dem Training und ich mich der großen weiten Welt des eSports.

hauptnahrungsquelle

Freitag – Tag 26
Ich entschied mich früh es unserem Teamleader heute heimzuzahlen. Zwei Coca Cola Desktophintergründe und eine Sammlung von unseren Coladosen sollten Stephen zu einem netten Monolog über den Zuckerhaushalt des Körpers und die Folgen für die Zähne hinreißen. Wir sind uns nicht so ganz sicher, ob wir damit den britischen Humor wirklich getroffen haben, aber dieses britische „your teeth are like diamonds“ war es uns definitiv wert. Er versuchte mich zwar noch davon zu überzeugen, dass mein Körper keine Cola braucht, aber jeder der mich morgens mal gesehen hat, weiß, dass das nicht stimmen kann. Igor widmete sich danach einer nichtendenden Welle an Calls und ich schaffte es tatsächlich all unsere Pläne für Vera in die Tat umzusetzen und unter einen Hut zu bekommen. Einige Smalltalks später ging es dann ins Wochenende... endlich!

Samstag – Tag 27
Das Wochenende sollte definitiv eine wertvolle Impression Barcelonas werden. Nachdem wir den „Sommerschlussverkauf“ eines riesen Einkaufszentrum am Meer nutzten um mich neu einzukleiden und eine Wokvariante von Subway snackten, schlenderten wir entspannt am Strand entlang und lästerten über mangelhafte Volleyballfähigkeiten. Für den Abend verabredeten wir uns dann mit einer Arbeitskollegin und einigen Freunden in ihrer WG. Kurz in einen Geburtstag reingefeiert, sollte es dann Richtung Club gehen. Wir dachten, dass wir aus Berlin einiges gewohnt wären und ließen uns daher aus unerklärlichen Gründen zu einem Club überreden, der bekannt für seine extraordinären Leute ist. Rummachende Männerpaare oder streitende Frauengrüppchen waren da noch das harmloseste. Auf dem Weg ins Freie meinte beispielsweise ein kleiner spanischer Pimpf Igor diskret gegen den Allerwertesten zu treten. Nachdem sich Igor dafür dezent mit einem Schübserchen revangierte und den Todesblick des Todes auflegte, war der junge Mann irgendwie verblüfft, das sich auch Heteros wehren. Wir haben uns selten so normal und langweilig gefühlt, aber für jeden sicher eine nette Erfahrung.

kA-was-das-is dreckskicker

Sonntag – Tag 28
Um 15 Uhr hatte mein Organismus dann auch alle Spuren des Vorabends verdaut und Igor, der lieber nur 3h schläft, hatte die 6h bis dahin auch irgendwie allein über die Runden gebracht. Zum Mittag gab es selbstgemachtes Kartoffelpüree mit Fischfilet yamyam. Die restliche Tagesplanung war schnell abgeschlossen: einigermaßen gutes Wetter, Katerstimmung und keine Lust auf Kultur -> ab an den Strand! Nachdem wir uns einen Platz direkt am Wasserrand erkämpft hatten, ging es ab in die Wellen. Es war schön windig, sodass man mit einem Armzug locker 15-20m auf der 1,5m hohen Welle zurücklegen konnte. Da es sich langsam aber sicher zuzog und es immer stürmiger wurde, konnte man sich besser im 25° warmen Wasser aufhalten, als am Strand. Für mich war der Wind nicht so das Problem (einfach windschnittig genug), aber Igor wurde dann langsam kühl und überredete mich nach Haus zu schwimmen. Igor beschloß dann ab 10 etwas Schlaf nachzuholen und ich nerdete bis 2 Uhr durch.

Das war die erste Hälfte unseres Auslandspraktikums, ich hoffe ihr bleibt am Ball und hinterlasst ein wenig Feedback auf Facebook.

¡hasta luego!
Euer Dreamteam

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Zuletzt aktualisiert: 14. Mai, 23:04

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