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Montag, 9. Juli 2012

Woche III

Hallo zusammen,
wie geht es euch? Igor und ich haben uns langsam aufeinander abgestimmt und kommen mitlerweile einigermaßen miteinander aus. Jeden Morgen schauen wir uns angewidert an, aber gut sind ja nur noch 5 Wochen. :)

Montag – Tag 15
Die Woche begann mit Schulung #2 und #3 für uns beide. Call Handling und ICR fraßen schon fast den ganzen Tag. Nach fünf Stunden in einem 15qm Raum war der Zaubertrank aufgebraucht und nicht mehr sonderlich viel mit uns anzufangen. Nachmittags hieß es dann ein wenig aufräumen und einige kleinere Besorgungen machen, um den Rest der Woche nicht im Chaos zu versinken. Abends verbrachten Igor und ich dann einige gemeinsame Stunden vor romantischen LED Backlight.

Dienstag – Tag 16
Auch Tag der 1000 Calls genannt, war eine ziemliche Wörterschlacht. Igor hat mehr geredet als in seinem gesamten Leben zuvor und ich hatte zum ersten Mal keinen Bock mehr zu kommunizieren. Wir durften unter strenger Beobachtung von Yoori und Laura unseren Englischkünsten freien Lauf lassen. Die deutschen Calls waren im Vergleich zu den teils starken britischen Akzenten echt pure Entspannung, dafür sind die Briten aber einfach super höflich und geduldig. Da gibt es keine pampigen Antworten oder Leute die nach drei Fragen schon keine Lust mehr haben und am liebsten auflegen würden. Der Feierabend bestand dann aus Training für den „grünen“ Mann und einem selbstgebastelten Alufoliestöpsel für die „Dame“.

placa-del-reial

Mittwoch – Tag 17
Das Bergfest der Woche stand dem Vortag nicht sonderlich viel nach. Langsam gewöhnten wir uns daran wirklich zu arbeiten :). Mal abgesehen von den Standardproblemen, bewirken die kleinen Erfolgserlebnisse durch einen selbstgelösten Incident echte Endorphinschübe. Gerade Probleme die nicht im SDG stehen und ein bisschen Fummelarbeit benötigen, sind am besten. Man schafft dann zwar niemals die 6 contacts per hour, aber den Bonus kriegen wir ja eh nicht :) (leider). Nach 30sek und einer kleinen Sequenz (run->cmd->tosys...->run .exe->outlook->tools->account settings->change->more settings->advanced->add->url enter->restart) kann man langwierige Prozesse auch ein bisschen „verkürzen“. Vorallem das „what the f*ck how you did it“ des Users entschädigt dann für die geschickte Umkurvung des Genehmigungsprozesses. Ab Feierabend hieß es noch ein wenig im Shoppinggebiet umschauen und nach einem Displayport2HDMI-Kabel schauen. Spanischer Onlineshop war dann doch die bessere Alternat(e/ive). Ab nächster Woche heißt es dann endlich Mails auf dem 32‘‘ Flatscreen beantworten ;).
SDG= vergleichbar mit einer Gebrauchsanweisung für gängige Probleme; es gibt über 100 mit jeweils um die 30-100 Anleitungen

Donnerstag – Tag 18
News: Es gibt nur noch englische Calls, deutsche werden durch Berlin abgedeckt. Durch diese Nachricht sank die Arbeitsmoral von uns beiden ins Bodenlose. Igor konnte sich ab der zweiten Hälfte des Tages noch animieren Laura zu unterstützen, ich brachte meinen Highscore auf gigantische 6 Calls. Dafür gab es tolles Mittag, Nudeln mit Pesto, leckeres Rind und richtig gut marinierte Möhren. Ansonsten war der Arbeitstag mehr oder weniger durch die Abendplanung für den Freitag und die Grillverteilung für Samstag geprägt. Als Igor gegen 22 Uhr vom Training kam, lag ich schon in der Heia um den Durchschnitt von 4 Stunden schlaf pro Tag mal etwas zu heben.

Freitag – Tag 19
Morgens fiel mir auf wie enorm sich Igors Umgang mit dem Kunden und auch sein Englisch verbessert hatten. Nicht einmal 10 Tage englische Calls annehmen und das Sprachniveau stieg bei uns deutlich an. Nachdem ich diese Erkenntnis verdaut hatte, war auch schon Mittag: Döner :). Zur Nachspeise gab es einen Urbriten für Igor, ich seh die Fragezeichen immer noch in Igors Gesicht, und für mich einen Inder, der es schaffte 50% einer Telefonnummer falsch zu verstehen. Danach sind wir einfach mal aufgestiegen; vom sechsten in den siebten Stock. Dort sollen wir ab Montag an eigenen Plätzen selbstständig ohne „Kontrolle“ Calls annehmen. Wir konfigurierten noch kurz unsere Accounts und durften dann ab 16 Uhr ins verdiente Wochenende ;). Um 21 Uhr trafen wir uns dann mit unseren Kollegen in einer stylischen Mojitobar. Nach einigen Nachos und Drinks um diese auch herunterzuspühlen gingen wir noch zum Placa del Rei/ Kings Square und ließen dort den Abend entspannt ausklingen.

das-is-die-perfekte-welle sind-se-net-suess durst

Samstag – Tag 20
Trotz der zwei Drinks hieß es schon 10:30 aufstehen. Igor machte mir wie jeden Morgen Frühstück und dann ging es fürs Wochenende und vorallem fürs Grillen einkaufen. Nachdem ich den Nudelsalat vorbereitet und das Fleisch eingelegt hatte, ging es 16 Uhr wieder Richtung Placa del Rei. Dort wohnt Hannes direkt über den Dächern Barcelonas in einem schicken Apartment mit zwei Terassen. Natürlich waren wir wieder die Ersten und konnten ihm daher noch ein wenig bei den Vorbereitungen helfen. Selbst am späten Nachmittag war es für Normalsterbliche auf der Terasse kaum auszuhalten, für mich waren die Temperaturen genau richtig. Gegen 18:30 Uhr starteten wir dann den Grill und das gut gewürzte, in Bier, Zwiebeln und Knoblauch eingelegt Rind war einfach ein Genuß. Dazu gab es Marcelischen Nudelsalat, Österreichischen Kartoffelsalat, selbstgemachten Eistee und einige andere Schweinereien. Vollgefuttert, zufrieden und müde ging es dann schon um 21 Uhr Richtung Bettchen. Nach ein paar gute Nacht Partien war dann auch der Samstag über die Runden gebracht.

grillvorbereitung ueber-den-daechern-barcelonas teil-der-truppe

Sonntag – Tag 21
Nach Frühstück am Bett und einigen Gammelstunden bewegten Igor und ich uns doch noch aus dem Haus. Das erste Ziel war die Sagrada Familia, eine der ungewöhnlichsten Kirchen die wir kennen. Das vorallem durch seine vier runden Türme auffallende Gebäude ist auch über 80 Jahren nach Gaudis tot immernoch unvollendet. Sich drinnen umzuschauen wäre sicher sehenswert gewesen, aber an einem Sonntag geht die Schlange gefühlt 3x um den gesamten Komplex. Wir schauten uns dann in der Gegend noch ein wenig um und bummelten an einigen Touriläden entlang. Auf dem Weg gönnte man sich noch je einen Venti Frappuccino Caramel/ Mocha aus dem Starbucks und dann gab es inmitten des Gotischen Viertels La Catedral zu bestaunen. Ein zentraler Turm und ein wunderschön verzierter Innenhof ließen die Ursprünge des ehemals römischen Tempels erahnen. Nach diesem kulturellen Schock widmete sich Igor Skype und ich einigen eSports-Streams.

sagrada-familia la-catedral

Das war Woche III, ich hoffe ihr seid noch am Ball und vermisst uns so sehr wie wir euch (tzz). Bis nächste Woche und denkt dran, bei Facebook gibt es auch noch ein paar Dinge zu sehen.

fuer-einen-moment-alles-vergessen was-riecht-denn-hier-so

Gruß euer Dreamteam
¡hasta luego!

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